2024-04-08_KSTA_LB_Bahn verlangt zu viel von Rollstuhlfahrern

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Bahn verlangt zu viel von Rollstuhlfahrern

2024-03-08_KSTA_Ilias Emmanuil und weitere Mitstreiter (M) demonstrieren vor der Unterführung … ©-Foto-Peter Seidel

Eine Demo wegen der fehlenden Aufzüge im März dieses Jahres. (Foto: Peter Seidel)

VON DIRK TRAPPHAGEN, LEVERKUSEN

Zu „Aufzüge sind erst zu Weihnachten fertig“ vom 16. März Ich habe gerade gelesen, dass die Aufzüge am Leverkusener Bahnhof erst zu Weihnachten fertig sind. Die Bahn beruft sich auf die Rahmentarifverträge mit den Unternehmen, dass die Aufzüge liefert. Da kann man leider nichts machen. Und was macht die Bahn? Nichts. Wie wäre es denn, wenn sich die Verantwortlichen vorher mal überlegt hätten, wie man eine Barrierefreiheit zumindest übergangsweise hinbekommen wird. Man hätte vielleicht einen Shuttlservice anbieten können, der die Fahrgäste zum nächsten barrierefreieren Bahnhof transportieren könnte.

Hier in Leverkusen wäre es vielleicht möglich, die Efi (Wupsi) einzubinden, die ja auch Rollstuhlfahrer zumindest zum Bahnhof nach Opladen transportieren könnte. Aber die Reisenden, die in Leverkusen-Mitte aussteigen würden, müssten ganz explizit darauf hingewiesen werden, dass es an diesem Bahnhof möglich ist, einen Shuttleservice zu nutzen.

Die Bahn kann nicht verlangen, dass Rollstuhlfahrer bis zum nächsten Bahnhof weiter fahren müssen, der eine Barrierefreiheit verspricht.

Damit ist es aber dann nicht getan, wie kommt man die Treppen hoch und wieder runter? Gibt es die Möglichkeit, übergangsweise einen Treppenlift einzubauen? Wir brauchen auch Informationspunkte, Menschen die ansprechbar sind und weiterhelfen können. Am Bahnhof in Leverkusen-Mitte gibt es nichts davon. Diese Fragen hätte sich die Verantwortlichen aber schon viel früher stellen müssen.

Kundenfreundlichkeit sieht anders aus, hier gibt es noch einiges zu tun.